Beratungskonzept
1. Grundverständnis von Beratung an der WRR
Die Wilhelm-Röntgen-Realschule versteht Beratung als einen zentralen Bestandteil ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags. Schule ist nicht nur Lernort, sondern auch Lebensraum. Beratung trägt dazu bei, Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen, sozialen und schulischen Entwicklung zu unterstützen und Lehrkräfte sowie Eltern in herausfordernden Situationen zu begleiten.
2. Ziele der Beratungsarbeit
Die schulische Beratung an der WRR verfolgt folgende Ziele: Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei schulischen, persönlichen und sozialen Fragestellungen Förderung von Wohlbefinden, Lernentwicklung und Zukunftsperspektiven , Früherkennung von Problemlagen und Einleitung geeigneter Hilfen, Stärkung der Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Elternhaus, Entlastung und Unterstützung der Lehrkräfte in pädagogisch herausfordernden Situationen als Beitrag zu einem respektvollen, gewaltfreien und wertschätzenden Schulklima
3. Grundprinzipien der Beratung
Die Beratungsarbeit an der WRR basiert auf folgenden Prinzipien: Freiwilligkeit – Beratungsgespräche werden grundsätzlich freiwillig in Anspruch genommen. Vertraulichkeit – Beratungsgespräche unterliegen der Schweigepflicht im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Informationen werden nur mit Einverständnis der Ratsuchenden weitergegeben (Ausnahme: Kindeswohlgefährdung). Das Beratungsangebot ist für alle Ratsuchenden kostenfrei. Individualität Beratung orientiert sich an der jeweiligen Lebenssituation und den Bedürfnissen der Ratsuchenden, Ressourcenorientierung, Stärken, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten stehen im Mittelpunkt.
4. Zielgruppen der Beratung
Das Beratungsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
5. Aufgabenfelder der Beratung
5.1 Beratung von Schülerinnen und Schülern
Unterstützung bei Lern-, Leistungs- und Motivationsproblemen Hilfe bei Konflikten mit Mitschülerinnen und Mitschülern oder Lehrkräften Begleitung bei persönlichen Belastungen (z. B. Kummer, Ängste, Trauer) Unterstützung bei sozialen Schwierigkeiten. Beratung bei Verhaltensauffälligkeiten, Unterstützung bei Schulverweigerungstendenzen, Orientierung bei schulischen Übergängen und Abschlüssen
5.2 Beratung von Eltern
Unterstützung bei schulischen und erzieherischen Fragestellungen, Beratung bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, Vermittlung von Hilfsangeboten außerhalb der Schule, Begleitung bei Konfliktsituationen zwischen Schule und Elternhaus 5.3 Beratung von Lehrkräften Die schulische Beratung steht auch Lehrkräften zur Verfügung, insbesondere bei Lern-, Leistungs- und Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern, bei Konflikten im Klassenverband, zur pädagogischen Fallberatung, zur Reflexion schwieriger Gesprächssituationen mit Eltern, zur Entwicklung geeigneter Unterstützungsmaßnahmen. Ziel ist die Stärkung der professionellen Handlungssicherheit sowie die Förderung eines positiven Lern- und Arbeitsklimas.
6. Schwerpunkte der Beratung an der WRR
Unterstützung der Lehrkräfte in Konfliktsituationen Beratung bei Lernschwierigkeiten und schulischen Herausforderungen unserer Schülern und Schülerinnen, psychosoziale Beratung bei emotionalen oder sozialen Problemen der Schülern und Schülerinnen, Beratung bei Lehrer-Schüler-Problemen
7. Beratungslehrkräfte und schulisches Netzwerk
Beratung ist eine gemeinsame Aufgabe aller an Schule Beteiligten. Klassenleitungen, Fachlehrkräfte, Schulsozialarbeiterin und Schulleitung tragen im Rahmen ihrer Aufgaben zur Beratung bei.
8. Information über das Beratungsangebot
Schülerinnen und Schüler Vorstellung des Beratungsangebots in den Klassen (insbesondere Jahrgang 5) Hinweise durch Klassenleitungen, Aushänge und Informationsmaterial in der Schule , Vorstellung auf Elternabenden,, Schulhomepage, Hinweise im Schulprogramm, „Tag der offenen Tür“.
9. Erreichbarkeit und Rahmenbedingungen
Terminvereinbarung für Schülerinnen und Schüler über persönliche Ansprache oder nach Absprache der Eltern über Sekretariat, sowie per E-Mail, Nutzung geeigneter, ungestörter Räume, sowie Klassenräume nach Bedarf. Beratungsgespräche finden während der Schulzeit nach Terminvereinbarung statt. (Auch in den Pausen, je nach Bedarf)
10. Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
Die WRR arbeitet mit verschiedenen Netzwerkpartnern in Dortmund zusammen, u. a.: Schulpsychologische Beratungsstelle , Kinderschutzbund , Psychologischer Beratungsdienst, Beratungshaus , Inklusion, Beratungsstellen bei Schulverweigerung DLZB (Schullaufbahnberatung, Schulwechsel, Abschlüsse) , Polizei, Fachstellen im Bereich Mobbingprävention. Bei Bedarf erfolgt eine Weitervermittlung.
11. Grenzen schulischer Beratung
Schulische Beratung ersetzt keine Therapie oder medizinische Behandlung. Bei schwerwiegenden Problemlagen (z. B. Suchtproblematik, Essstörungen, Missbrauchserfahrungen, massive psychische Belastungen) erfolgt eine Weitervermittlung an geeignete Fachstellen und an die bereits etablierten Arbeitsgruppen, bzw.., Schnittstellen der Schule ( wie z.B. Sozialarbeit, Kinderschutz usw.)
12. Rechtliche Grundlagen
Die Beratungsarbeit basiert auf: Beratungserlass NRW (BASS 12-21 Nr. 4) § 44 Schulgesetz NRW